Auch 2018 innovativ unterwegs

Seit Jahren setzt die CSS auf digitale Innovationen zum Nutzen ihrer Versicherten. Im Geschäftsjahr 2018 kamen neue Instrumente hinzu.

Als die CSS im Jahr 2014 ihr Kundenportal myCSS lancierte, setzte sie damit einen branchenweiten Standard. Mittlerweile kennen alle grösseren Krankenversicherer ähnliche Produkte. Deshalb ist auch die CSS nicht stehengeblieben, hat myCSS laufend verbessert und ist den innovativen Weg stets weitergegangen. Da machte auch das Geschäftsjahr 2018 keine Ausnahme. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung des digitalen Ratgebers myGuide. Dieser steht ganz im Zeichen der neuen Strategie der CSS, die sich zum Ziel setzt, bevorzugte Gesundheitspartnerin für die Versicherten zu werden. Der neue Ratgeber myGuide wurde im Juli lanciert. Er fragt systematisch Krankheitssymptome ab und liefert eine Behandlungsempfehlung. Der Ratgeber unterstützt Kundinnen und Kunden der CSS insbesondere bei der Frage, ob sie zum Arzt, in die Apotheke oder ins Spital gehen sollten und in welcher Zeitspanne der Besuch erfolgen soll. Andernfalls erhalten die Kunden Tipps zur Selbstversorgung. Dadurch möchte die CSS insbesondere die Gesundheitskompetenz ihrer Versicherten steigern und sie auf dem Weg zu mehr Eigenverantwortung begleiten.

myGuide ist ein Medizinprodukt, das von Fachärzten und Medizininformatikern entwickelt wurde und wissenschaftlich breit abgestützt ist. Der Ratgeber steht Personen zur Verfügung, die bei der CSS versichert sind, sowie deren Angehörigen.

458500

Nutzer myCSS

Mit myCSS vereinfacht die CSS ihren Kundinnen und Kunden die Admini­s­tration rund um ihre Krankenversicherung. Bis Ende Jahr nutzten bereits 458 500 CSS-Versicherte das Kundenportal myCSS.

Zeitstrahl der Behandlungen

Im November 2018 wurde myCSS, das auch als App zur Verfügung steht, um einen Zeitstrahl erweitert. Auf diesem sind sämtliche eingereichten Rechnungen in übersichtlicher Form chronologisch abrufbar. Die Daten sind so dargestellt, dass wichtige Rechnungsdetails auf einen Blick ersichtlich sind. Die wichtigsten Positionen der Rechnungen werden zudem automatisch in Kategorien gegliedert: Behandlungen, Medikamente, Impfungen, Hilfsmittel, Gesundheitsförderung und übrige Leistungen. Dadurch haben die Nutzerinnen und Nutzer eine bessere Übersicht über ihre medizinischen Behandlungen und die damit verbundenen Kosten. Ende des Berichtsjahres waren rund 458 000 Kundinnen und Kunden der CSS auf myCSS registriert.

67000

Nutzer myGuide

Bereits 67 000 Versicherte hatten bis Ende 2018 den im Sommer lancierten digitalen Ratgeber myGuide konsultiert.

Am Digitaltag präsent

Dass die CSS noch immer digitale Vorreiterin in der Branche ist, zeigte sich auch am Schweizerischen Digitaltag vom 24. Oktober. Sie präsentierte an diesem Tag eine Brille, die den Patientinnen und Patienten neue Dimensionen in der Physiotherapie eröffnet. Der Prototyp des digitalen Coachs wurde vom CSS Health Lab (siehe Kasten) in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Magic Leap sowie Physiotherapieexperten entwickelt. Die CSS ist damit der erste Versicherer weltweit, der mit Magic Leap zusammenarbeitet, dem führenden Hersteller sogenannter Mixed-Reality-Brillen. Diese reichern die reale Umgebung mit virtuellen, computergenerierten Elementen an. Im Moment sind die Brillen in den USA erst als Entwicklerversion erhältlich. Dass diese Technologie jedoch mehr als blosse Spielerei ist, zeigt das Beispiel Physiotherapie. Beinahe die Hälfte aller Patienten führen die Therapieübungen zuhause wegen fehlender Motivation nicht durch. Zudem wissen sie oft nicht, wie sie die Übungen verrichten müssen. Eine falsche Ausführung kann zur Folge haben, dass sich der Gesundheitszustand nicht verbessert oder gar verschlechtert. Mithilfe eines digitalen Physiocoachs, der in Echtzeit Feedback gibt und den Patienten motivierend zur Seite steht, sollen diese Probleme in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören.

Das Health Lab

Das CSS Health Lab ist eine Partnerschaft zwischen der CSS, der ETH Zürich und der Universität St. Gallen. Gegründet wurde es 2015. Das CSS Health Lab forscht an der «digitalen Pille». Während herkömmliche Pillen einen chemischen Prozess im Körper auslösen – und man sich nachher in der Regel besser fühlt –, zielen digitale Pillen auf das Verhalten der Menschen ab: Patienten sollen ihren Alltag mit einer Krankheit selbstständig besser managen und für die Gesundheit kritische Ereignisse früher erkennen können.

Das Health Lab hat bereits das Schrittprogramm der CSS, myStep, entwickelt und war 2018 mit der Erarbeitung zahlreicher digitaler Therapien beschäftigt, unter anderem einer App für die Früherkennung von Asthma, einem Gesundheitsberater für übergewichtige Kinder, einem mobilen Diabetes-Coach sowie dem digitalen Coach der App MySwissFoodPyramid. Diese App erlaubt es, auf spielerische Weise die Schweizer Lebensmittelpyramide zu erobern, und wurde mittlerweile vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen auf den Markt gebracht.

Für die CSS stellt das Health Lab einen wichtigen Treiber digitaler Innovationen dar. Deshalb hat sie 2018 die Zusammenarbeit um weitere vier Jahre verlängert.