Soll ich zum Arzt? myGuide weiss Rat

Ohrensausen, Bauchweh, hohes Fieber oder Schmerzen in der Brust – wer sich nicht wohlfühlt, sucht schnell mal Hilfe im Internet. Eine Selbstdiagnose via «Dr. Google» birgt aber Risiken und führt bei Ratsuchenden oft zu mehr Verunsicherung, als dass sie Hilfe bietet. Hier setzt der digitale Ratgeber myGuide der CSS an.

So unterschiedlich Krankheitssymptome sind, so verschieden können auch ihre Ursachen sein. Nicht immer ist der Gang zum Arzt nötig, oft helfen auch bewährte Hausmittel oder etwas Bettruhe. Ein zuverlässiger Ratgeber bei Unsicherheiten zum Gesundheitszustand ist myGuide. Der digitale Ratgeber klärt die Krankheitssymptome systematisch ab und liefert eine Empfehlung zum Versorgungszeitpunkt und zum Versorgungsbedarf.

Via Chatbot tritt myGuide in einen vollautomatisierten Dialog mit dem Nutzer, sei es über das Smartphone oder einen PC. Durch die gezielte Befragung erfolgt – wie bei einer herkömmlichen Anamnese – eine möglichst genaue Prüfung der Krankheitssymptome. Darauf basierend gibt myGuide eine Empfehlung ab. Wird die Situation als lebensbedrohlich eingestuft, lässt sich via Smartphone der Notfalldienst alarmieren. Falls weder der Gang zur Apotheke noch zum Arzt nötig ist, erhält der betroffene Nutzer praktische Tipps, wie er seine Beschwerden behandeln kann.

Entwickelt wurde die Grundversion von myGuide durch Dr. med. Andreas Meer (55) und sein Team der Firma in4medicine AG in Bern. Der Internist hatte 2008 das auf medizinische Softwarelösungen spezialisierte Unternehmen gegründet und bis vor zwei Jahren parallel dazu als leitender Arzt auf der Notfallstation des Kantonsspitals Freiburg gearbeitet. Inzwischen hat er den Arztkittel an den Nagel gehängt und fokussiert sich auf die Weiterentwicklung seiner Softwarefirma.

animierte Grafik der App MyGuide

Systeme, wie sie in myGuide verwendet werden, stehen weltweit bei Notfall- und Rettungsdiensten im Einsatz. Andreas Meer hatte in seiner Karriere viele verschiedene Softwarelösungen ausprobiert. «So richtig zufrieden war ich aber nie. Deshalb kam ich auf die Idee, eine bessere Version zu entwickeln, die auch den hohen Schweizer Standards entspricht. Schliesslich geniesst die medizinische Versorgung hierzulande weltweit einen hervorragenden Ruf», erklärt der Mediziner seine Absicht.

Ärzte wird es auch in Zukunft brauchen

Das Herzstück von myGuide verknüpft wie ein künstliches Nervensystem mehr als 1000 geprüfte wissenschaftliche Studien und basiert auf dem Konsens von Fachexperten. Nach dem Einloggen tritt der Chatbot in einen Dialog mit dem CSS-Kunden. Wie bei einer herkömmlichen ärztlichen Patientenbefragung beginnt myGuide damit, Art und Schweregrad der Symptome zu eruieren. Lebensbedrohliche Anzeichen werden zuerst abgeklärt.

Dr. med. Andreas Meer hat die Grundversion von myGuide entwickelt.

Ist etwa die Atmung eingeschränkt oder das Bewusstsein getrübt, empfiehlt der digitale Ratgeber, umgehend den Notfalldienst anzurufen. «Ziel ist es, den Patienten zur richtigen Zeit am richtigen Ort der richtigen Behandlung zuzuführen. myGuide erhebt nicht den Anspruch, eine Diagnose zu stellen. Er verfolgt einen sensitiven Ansatz und gibt eine Erstempfehlung ab, ob jemand direkt zum Arzt soll oder der Griff in den Hausmittelschrank vorerst ausreicht», erklärt Dr. Meer.

myGuide erhebt nicht den Anspruch, eine Diagnose zu stellen.»

Dr. med. Andreas Meer

Für den Unternehmer ist deshalb klar, dass myGuide keinen Arzt ersetzen kann. Sobald für eine Diagnose Untersuchungen erforderlich seien – etwa ein Blutbild, eine Röntgenaufnahme, ein MRI oder ein Ultraschall – oder weitere Abklärungen gemacht werden müssen, sei ein Arztbesuch unumgänglich. «Künstliche Intelligenz, wie sie in myGuide zum Einsatz kommt, ersetzt den Arzt nicht. Dafür sind die Vorgeschichte mit dem Patienten und die medizinische Erfahrung eines Arztes viel zu wertvoll. myGuide eignet sich aber bestens, um eine systematische Anamnese durchzuführen und Ratsuchenden eine Erstempfehlung abzugeben.»

Auf Herz und Nieren geprüft

Bevor myGuide auf den Markt kam, wurde der digitale Service von Fachärzten und Medizininformatikern auf Herz und Nieren geprüft. Mit der Qualitätskontrolle beauftragt waren Prof. Dr. med. Thomas Rosemann, Direktor am Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich, und sein Team. «Während dreier Monate haben wir myGuide intensiv untersucht und Tausende von Krankheitsbildern simuliert», erklärt der Professor die Vorgehensweise. Auf Basis der häufigsten Diagnosen bei Konsultationen in Hausarztpraxen seien praktisch alle Konsultationsanlässe mit unterschiedlichen Parametern wie Geschlecht, Alter, Schweregrad usw. systematisch durchgespielt worden.

«Die Genauigkeit der Resultate hat uns sehr positiv überrascht.» Prof. Dr. med. Thomas Rosemann, Direktor am Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich, wurde mit der Überprüfung von myGuide beauftragt.

«Wir haben es myGuide nicht leichtgemacht und auch sehr exotische Krankheitsbilder, wie etwa ein Bauchaorten-Aneurysma durchgespielt. Da gibt es den äusserst seltenen Fall, dass die Gefässausbuchtung erst einreisst und zu einem späteren Zeitpunkt platzt, was zum Tod führen kann. Selbst solche Ausnahmen hat myGuide zuverlässig erkannt und die entsprechende Empfehlung geliefert. Die Genauigkeit der Resultate hat uns sehr positiv überrascht. Auch die Selbsttherapieempfehlungen widerspiegeln die medizinische Evidenz», so Thomas Rosemann.

myGuide unterstützt Ärzte

Aus seiner Sicht ist der Einsatz von Services dieser Art aus mehreren Gründen sinnvoll: «Gerade in städtischen Gebieten sind viele Leute übersensibilisiert und gehen zu rasch zum Arzt, obwohl es in vielen Fällen gar nicht nötig wäre. myGuide hilft, unnötige Arztbesuche zu verhindern, und wirkt damit den steigenden Gesundheitskosten entgegen.» Einen weiteren positiven Aspekt sieht Prof. Rosemann darin, dass myGuide-Nutzer bei einem allfälligen Arztbesuch einen Ausdruck der Erstempfehlung vorlegen können. «Viele Fragen wurden bereits systematisch gestellt, und die Befunde wurden schon umfassend abgeklärt. Der Ausdruck hilft dem behandelnden Arzt und vereinfacht die Konsultation», ist er sich sicher und ergänzt: «Und falls kein Arztbesuch empfohlen wird, hält myGuide jede Menge Tipps bereit, wie das Wohlbefinden mit einfachen Mitteln zurückgewonnen werden kann.»

Rund um die Uhr im Einsatz

Der digitale Ratgeber kennt keine fixen Sprechstundenzeiten und kann überall und jederzeit verwendet werden. myGuide steht CSS-Kunden und ihren Familienmitgliedern kostenlos zur Verfügung. Der digitale Service erfüllt die höchsten Standards im Bereich Sicherheit und Datenschutz. 

 

 

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